StartAllgemeinZehn Standpunkte zur Mobilitätswende: von der Vision zur Realität

Zehn Standpunkte zur Mobilitätswende: von der Vision zur Realität

Frankfurt am Main (ots) – Eine BearingPoint-Umfrage zur Zukunft der Mobilität
zeigt: Obwohl sich viele Verbraucher die Mobilitätswende zugunsten von
Nachhaltigkeit und Effizienz wünschen, fehlt noch der Glaube an die
Umsetzbarkeit von Elektromobilität, autonomen Fahrzeugen und Mobilität als
Dienstleistung. Die Experten der Unternehmensberatung erläutern in zehn
Standpunkten, wie die Mobilität der Zukunft zur Realität werden kann.
Automotive-Experte Dr. Stefan Penthin: „Technischer Fortschritt und Anreize
durch die Politik sind das Fundament für eine erfolgreiche Mobilitätswende.“

Viele Menschen in Deutschland wünschen sich neue und innovative Formen der
Mobilität, glauben allerdings bisher kaum an die Umsetzbarkeit. Das ist das
Ergebnis einer repräsentativen YouGov-Umfrage im Auftrag der Management- und
Technologieberatung BearingPoint zur Mobilität im Jahr 2045, die sowohl den
Waren- als auch den Personenverkehr umfasst. [Für Detailergebnisse siehe
Infografik].

Dr. Stefan Penthin, globaler Leiter Automotive bei BearingPoint: „Wir sind
inzwischen technisch soweit, ein neues Zeitalter der Mobilität einzuläuten. Da
jedoch in der heutigen Welt Mobilität wesentlich komplexer und vernetzter ist
als zur Zeit des Übergangs von der Pferdekutsche zum Automobil, ist auch deren
Umsetzung wesentlich umfassender. Allerdings wird daran kein Weg vorbeiführen.
Allein schon Bevölkerungswachstum und Umweltauswirkungen machen eine
Mobilitätswende notwendig. Der Verkehrssektor unterliegt außerdem verbindlichen
Klimaschutzzielen. Davon abgesehen, bietet die Mobilitätswende aber auch riesige
Chancen und völlig neue Geschäftsfelder für die Automobilindustrie.“

Doch was muss konkret geschehen, damit die Vision zur Realität wird? Die
BearingPoint-Experten haben hierzu zehn Standpunkte aufgestellt:

1. Technischer Fortschritt als Grundlage

Jede noch so schöne Vision kann nur Realität werden, wenn die richtigen
Voraussetzungen geschaffen sind. Hier kommt es vor allem auf den technischen
Fortschritt an. Neue Antriebsformen, der Netzausbau und massentaugliche
Technologien werden darüber entscheiden, wie die Mobilität der Zukunft aussieht.
Dies gilt insbesondere auch für die Frage nach dem richtigen Energiespeicher.
Erneuerbarer Strom ist dabei der Schlüssel für das zukünftige Zusammenwirken von
Energie und Mobilität. Denn moderne Fahrzeugantriebe (Batterie und
Brennstoffzelle) und Kraftstoffe (elektrische Energie und Wasserstoff) sind auf
erneuerbaren Strom angewiesen, um eine gute Umweltbilanz zu erzielen.

2. Anreize und Verbote:

Die Politik muss den Takt vorgeben Die Politik spielt eine entscheidende Rolle
für die Mobilitätswende, technische Innovationen allein reichen nicht aus.
Anreize für Verbraucher, um auf neue Verkehrsmittel umzusteigen, sind
unabdingbar. Und auch Verbote müssen manchmal sein, um zum Beispiel
Verbrennungsmotoren endgültig aus den Städten zu verbannen. Freie öffentliche
Verkehrsmittel für alle, ein Zulassungsverbot für Verbrennungsmotoren in der
Zukunft oder eine drastische CO2-Besteuerung sind Möglichkeiten, die teilweise
bereits in einzelnen Ländern diskutiert werden. Zudem liegt es an der
Stadtplanung, zu definieren, wie viel Raum dem privaten PKW gegeben wird. Über
die Fußgängerzone hinaus wäre es denkbar, dass komplette Innenstädte für den
Autoverkehr geschlossen werden oder auch ganze Stadtteile oder Städte autofrei
konzipiert werden.

3. Ängste nehmen durch Aufklärung und Transparenz

Neue Mobilitätsformen faszinieren, machen vielen Verbrauchern aber auch Angst.
Sind autonome Autos wirklich sicher? Bin ich auch ohne eigenes Auto immer mobil?
Und was weiß eine Paketdrohne über mich? Nur mit Aufklärung und maximaler
Transparenz durch Industrie und Politik können Skepsis und Unwissen in der
Bevölkerung abgebaut werden.

4. Eine neue Ära im Warenverkehr einläuten

Immer mehr Menschen, die immer mehr Waren versenden und erhalten: Der steigende
Warenverkehr kann nur durch zeit- und ortsunabhängige Zustellungen gestemmt
werden. Der Einsatz von Paketdrohnen und der Ausbau von Packstationen, statt
immer mehr Lieferverkehr durch Kleintransporter, sind dafür entscheidende
Voraussetzungen. Die derzeitige Entwicklung, dass Warenlieferungen auch durch
private Fahrer zugestellt werden, bewirkt aktuell eher das Gegenteil und führt
zu einem höheren Lieferverkehrsaufkommen.

5. Autonome Fahrzeuge als „Gamechanger“ etablieren

Autonome Verkehrsmittel machen Menschen mobil, die heute noch auf Dritte
angewiesen sind: Kinder, Senioren, Behinderte oder Menschen ohne Führerschein.
Zudem machen autonome Fahrzeuge den Verkehr insgesamt effizienter. Teilautonomes
Fahren und immer mehr Funktionalitäten in den aktuellen Fahrzeugmodellen geben
bereits Einblicke in die technischen Möglichkeiten. Um autonomes Fahren
vollständig zu etablieren, müssen jedoch neben der Technologie auch die
rechtlich-ethische Rahmenbedingungen geschaffen werden. Jetzt gilt es, die
Weichen zu stellen und Verbraucher für die Technologie zu sensibilisieren. Denn
die Zukunft des Verkehrs ist autonom.

6. Flugtaxis und Hyper Loop: Innovationen bestimmen die Zukunft

Erste autonom fahrende Busse sind längst noch nicht das Ende der Fahnenstange.
Gänzlich neue Verkehrsmittel wie Flugtaxis oder Hochgeschwindigkeitssysteme
(bspw. Hyper Loop) werden unsere Vorstellung von Fortbewegung nochmals
revolutionieren. Offenheit und Neugier für Innovationen sind der Schlüssel, um
Vorbehalte abzubauen.

7. Neues Selbstverständnis: Schluss mit Besitz!

Zukünftig müssen wenige kleine, autonome Fahrzeuge immer mehr Menschen
transportieren, um die Verkehrslast – vor allem in den Städten – weiterhin
tragen zu können. Dazu muss Shared Mobility endgültig massentauglich werden und
das eigene Auto den Rang als Statussymbol verlieren. Das geht nur, indem die
Autohersteller bzw. Autoverleiher attraktive Angebote bereitstellen, die den
Verbrauchern so viele Vorteile bieten, dass das eigene Auto obsolet wird.

8. Energie und Verkehr zusammen denken

Je mehr wir über zukünftige Mobilität nachdenken, umso engmaschiger wird das
Netz, das sich zwischen Verkehr, Energiewirtschaft, Telekommunikation,
Stadtplanung und noch vielen weiteren Aspekten ergibt. Die Integration dieses
Flickenteppichs zu einem funktionierenden Gesamtkonstrukt zwingt viele
Beteiligte an einen Tisch. Mobilität wird somit Teil eines integrierten
Mobilitäts- und Energiesystems. Deutschlands Energiewende begünstigt und
unterstützt die Mobilitätswende und umgekehrt.

9. Alles ist vernetzt

Zukünftig werden fast alle Verkehrsmittel miteinander interagieren. Das gilt für
die Fortbewegung auf der Straße, der Schiene, dem Wasser und in der Luft.
Integration und Vernetzung sind vor allem für den Endnutzer der entscheidende
Vorteil, für den es sich lohnt, umzusteigen. Gütertransporte hingegen müssen
zukünftig vermehrt auf die Schiene und das Wasser gebracht werden, um den
Straßenverkehr zu entlasten und den Individual- und öffentlichen
Personennahverkehr attraktiver zu machen.

10. Standort Deutschland: Auch in Zukunft Vorreiter bleiben

Die Mobilitätsbranche ist für Deutschland nicht nur von großer wirtschaftlicher
Bedeutung, sie macht auch unser Image als international anerkannten Standort
aus. Der Umstieg auf neue Mobilitätsformen muss daran nichts ändern. Im
Gegenteil: Eine leistungsfähige Infrastruktur und ein flächendeckendes Netz an
Mobilitätssystemen macht Deutschland auch in Zukunft zum Spitzenreiter der
Branche.

„Die Mobilitätswende bedeutet einen gesamtwirtschaftlichen und politischen
Kraftakt. Das Land, das sie als erstes hinbekommt, wird einen enormen
Standortvorteil mit vielen positiven Domino-Effekten für die gesamte Wirtschaft
erlangen. Zusätzlich wird eine gelungene Mobilitätswende einen großen Zuwachs an
Lebensqualität für die Bevölkerung mit sich bringen“, so Matthias Loebich,
globaler Leiter Markets bei BearingPoint.

Die Infografik anbei ist für redaktionelle Zwecke frei verwendbar, wir bitten um
Quellennachweis: BearingPoint

Über BearingPoint

BearingPoint ist eine unabhängige Management- und Technologieberatung mit
europäischen Wurzeln und globaler Reichweite. Das Unternehmen agiert in drei
Geschäftsbereichen: Der erste Bereich umfasst das klassische Beratungsgeschäft;
Business Services als zweiter Bereich bietet Kunden IP-basierte Managed Services
über SaaS hinaus; im dritten Bereich stellt BearingPoint Software-Lösungen für
eine erfolgreiche digitale Transformation, Advanced Analytics und regulatorische
Anforderungen bereit und entwickelt gemeinsam mit Kunden und Partnern neue,
innovative Geschäftsmodelle.

Zu BearingPoints Kunden gehören viele der weltweit führenden Unternehmen und
Organisationen. Das globale Netzwerk von BearingPoint mit mehr als 10.000
Mitarbeitern unterstützt Kunden in über 75 Ländern und engagiert sich gemeinsam
mit ihnen für einen messbaren und langfristigen Geschäftserfolg.

Weitere Informationen:

Homepage: www.bearingpoint.com
LinkedIn: www.linkedin.com/company/bearingpoint
Twitter: @BearingPoint_de

Pressekontakt:

Pressekontakt
Alexander Bock
Global Manager Communications
Telefon: +49 89 540338029
E-Mail: alexander.bock@bearingpoint.com

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/68073/4493363
OTS: BearingPoint GmbH

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